Info: Lernplattformen

Mit Lernplattformen können Sie Ihren Unterricht um zusätzliche Funktionen erweitern, Sie können online Ihren Schülerinnen und Schülern Materialien, zusätzliche Übungen und Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, Projekte organisieren, Kurse und Tutorien durchführen oder das selbstgesteuerte Lernen fördern.

Seit einiger Zeit ist die Lernplattform Moodle in aller Munde (bspw. dieser Bericht des WDR), ein kostenloses und plattformunabhängiges Lern-Management-System und Open-Source-Projekt, das eine Menge Funktionen bietet. Damit sind schon die drei wichtigsten Vorteile des Systems angesprochen: es ist sowohl für Privatanwender wie auch Bildungsinstitutionen kostenlos, es läuft plattformunabhängig unter Windows, Linux, Mac, Unix und es ist sehr umfangreich, hier nur eine kleine Auswahl der möglichen Funktionen:

  • Benutzer- und Kursverwaltung
  • Unterstützung von Kurs- und Gruppenarbeit
  • Verschiedene Übungs- und Prüfungsszenarien
  • Lerntagebuch
  • Diskussionsforum und Chat
  • Definition von Rollen (Administrator, Kursersteller, Trainer, Teilnehmer, Gast)
  • Überblick über Aktivitäten der Studenten
  • Abstimm-, Umfrage- und Quizfunktion
  • Sprechstunde mit dem Kursleiter/Lehrer
  • Glossar u. v. m. (hier finden Sie den ausführlichen Steckbrief)
Viele Schulen, Universitäten, Ministerien und andere Bildungsinstitutionen arbeiten im Bereich E-Learning bereits professionell mit Moodle, ein Beispiel ist die bereits mehrfach erwähnte Online-Fortbildung “Multimedia-Führerschein” des Goethe-Instituts, die auf Moodle läuft. Ich kann die dreistufige Fortbildung wirklich sehr empfehlen (und ich bekomme keinerlei Provisionen dafür ;-) ), falls Sie nach diesem Schnupperkurs Lust auf mehr bekommen haben. Eins von vielen anderen Beispielen ist die Realschule Eberbach, die mit Moodle arbeitet und einen eigenen Selbstlernkurs für Lehrer anbietet. Das Österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur liefert die passenden Infos und eine Einführung gleich dazu. Und mit moodleSCHULE hat sich ein Verein konstituiert, der Lehrern unentgeldlich Inhalte und Kursräume oder andere kostenlose Dienstleistungen zur Verfügung stellt.
Zu Moodle kann man in dieser Kürze eigentlich nicht mehr sagen, denn zum einen gehört die Installation und Administration einer Lernplattform wie Moodle (auf einem Schulserver beispielsweise) zu den etwas größeren Fortbildungsprojekten, und zum anderen gibt es eine Vielzahl weiterer Online-Tutorien zur Einarbeitung in Moodle, auf die hier verwiesen werden soll:
  • Die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung Baden-Württemberg bietet einen Einführungskurs für Lehrer an.
  • Auf http://docs.moodle.org/ finden sich umfangreiche Dokumentationen für Dozenten, Administratoren und Entwickler, in der Administrator-Dokumentation wird beispielsweise die Installation und Aktualisierung des Moodle-Systems erklärt.
  • Die Technische Fachhochschule Berlin bietet in ihrer Moodle-Installation (Labor Online Learning) eineDokumentation an, die unter anderem ein deutsches Dozentenhandbuch beinhaltet, welches in die Kursverwaltung einführt.
  • Olaf Kriseleit bietet in seinem Langtext für das Portal e-teaching.org (PDF) konkrete praktische Hinweise zur Online-Begleitung von Lehrveranstaltungen mit Moodle.
  • Das Institut für Computational Science der ETH Zürich zeigt den Umgang mit Moodle Schritt für Schritt in einer Online-Lernumgebung als so genanntes E-Tutorial.
  • Professionelle (und kostenpflichtige) Lösungen für Bildungsinstitutionen bietet .edugo an, schauen Sie sich die interaktive Präsentation an, die einen Überblick über die Funktionen der Lernplattform bietet (links im Menü auf “moodle Präsentation” klicken; Flash-Player notwendig).